Rechnen Sie aus Fläche und Materialstärke aus, wie viel mineralischer Bauschutt bei Ihrem Vorhaben anfällt – oder schätzen Sie das Gewicht einer Menge, die Sie schon kennen. Alle Werte sind Orientierungswerte, und jede verwendete Rechengröße ist unten belegt.
Wählen Sie, was Sie bereits wissen.
Ihr Ergebnis erscheint hier – mit Volumen, Gewichtsschätzung und einer Orientierung zur Containergröße.
Der Rechner beantwortet zwei getrennte Fragen, die in der Praxis oft vermischt werden: Wie viel Material fällt an? und wie schwer ist das? Je nachdem, was Sie schon wissen, steigen Sie an einer anderen Stelle ein.
Bewusst nicht enthalten sind drei Dinge. Erstens kein Preisrechner: Was ein Container kostet, hängt von Anbieter, Standzeit, Standort und Entsorgungsnachweis ab, nicht von einer Formel. Zweitens keine Materialauswahl – warum nicht, steht weiter unten. Drittens keine Angabe zur zulässigen Nutzlast, denn die ist vom konkreten Behälter und Fahrzeug abhängig und wird vom Containerdienst bestätigt.
Die Grundrechnung ist einfache Geometrie und braucht keine Richtwerte: Fläche in Quadratmetern × Materialstärke in Metern = Volumen in Kubikmetern. Wichtig ist nur, die Stärke nicht zu unterschätzen. Bei Fliesen zählt der Kleber mit, bei Estrich die ganze Schicht bis zur Dämmung, bei einer Wand die Dicke des Mauerwerks ohne Putz – den rechnen Sie separat, weil Putz und Spachtelmasse nicht in jeden Bauschuttcontainer dürfen.
Ein Punkt wird dabei fast immer übersehen: Das ausgemessene Volumen ist nicht das Volumen des losen Schutts. Eine Wand ist ein kompakter Block, gebrochener Schutt ist ein Haufen mit Hohlräumen zwischen den Bruchstücken. Der Schutt braucht also mehr Platz als das Bauteil, aus dem er kommt. Wie viel mehr, lässt sich nicht seriös pauschalieren: Große Betonbrocken lassen andere Hohlräume als klein gebrochene Fliesen, und ob Sie im Container nachsortieren oder einfach hineinwerfen, macht ebenfalls einen Unterschied.
Deshalb gibt der Rechner im Bauteil-Modus keinen Pauschalfaktor an, sondern behandelt das Ergebnis als Untergrenze: Kleiner wird es sicher nicht. Planen Sie von dort aus nach oben und nehmen Sie die nächste Containergröße in die Überlegung mit auf. Ein zu kleiner Container kann zusätzlichen Transport- und Entsorgungsaufwand verursachen.
Bei leichtem Abfall wie Sperrmüll entscheidet das Volumen, wann ein Container voll ist. Bei mineralischem Bauschutt ist es oft umgekehrt: Das Gewicht erreicht die Grenze, bevor der Container voll aussieht. Ein scheinbar halb leerer Container kann bereits am Limit sein. Wer nur in Kubikmetern plant, bucht deshalb manchmal einen Behälter, der sich nicht vollständig befüllen lässt.
Für die Umrechnung von Volumen in Gewicht nutzt der Rechner einen einzigen, belegten Wert: rund 1,3 Tonnen je Kubikmeter Bauschuttvolumen als statistischer Umrechnungswert. Dieser Wert steht so in den Umrechnungstabellen der Entsorgungswirtschaft – und zwar bemerkenswerterweise für alle relevanten mineralischen Fraktionen gleich:
| Fraktion | Abfallschlüssel | Faktor |
|---|---|---|
| Bauschutt | 17 01 07 | 1,3 t/m³ |
| Betonbruch | 17 01 01 | 1,3 t/m³ |
| Ziegel, Mauerwerk | 17 01 02 | 1,3 t/m³ |
| Fliesen, Keramik | 17 01 03 | 1,3 t/m³ |
Genau deshalb hat dieser Rechner keine Materialauswahl. Ein Dropdown mit vier Materialien, hinter denen dieselbe Zahl steht, würde eine Genauigkeit vortäuschen, die die Datenlage nicht hergibt. Wenn Ihr Entsorger für Ihr Material einen anderen Wert nennt – etwa weil er nach Einbauvolumen statt nach losem Volumen rechnet –, tragen Sie ihn im Rechner unter „Eigenen Umrechnungswert verwenden“ ein.
Und auch das gehört zur Einordnung: 1,3 t/m³ ist ein Richtwert, kein Messwert für Ihren Haufen. Nasser Schutt ist schwerer als trockener, fein gebrochenes Material verdichtet stärker als grobe Brocken. Für die Containerwahl reicht diese Genauigkeit; für eine Abrechnung gilt immer das Wiegeergebnis der Anlage.
Der Rechner nennt zum berechneten Volumen die kleinste im Jetztentsorgen-Rechner vorgesehene Bauschuttgröße, in die die Menge rechnerisch passt – und, wo sinnvoll, die nächste Größe als Reserve. Für Bauschutt gibt es dabei eine Besonderheit: Weil das Material schwer ist, werden sehr große Mulden für reinen Bauschutt nicht einzeln vorgesehen. Liegt Ihre Menge darüber, weist der Rechner genau darauf hin, statt eine Größe zu nennen, die es für diese Fraktion nicht gibt. Dann sind mehrere Behälter oder eine individuelle Absprache der richtige Weg.
Drei Hinweise, die in der Praxis über die Größenwahl entscheiden:
Menge eingegrenzt? Dann klären Sie den Rest dort, wo verbindliche Auskünfte herkommen: Ein Containerdienst bestätigt Ihnen Größe, zulässige Beladung und Preis für Ihre Adresse – kostenlos und unverbindlich.
Bauschuttcontainer anfragenDer Rechner setzt voraus, dass Sie mineralischen Bauschutt entsorgen. Dazu zählen Beton, Ziegel und Mauerwerk, Fliesen, Keramik, Natursteine und Mörtelreste. Nur für diese Fraktion gilt die Umrechnung oben, und nur sie lässt sich als Recyclingmaterial verwerten.
Nicht in diese Rechnung gehören dagegen Materialien, die getrennt erfasst werden und zum Teil ganz andere Gewichte haben:
Welche Materialien im Detail zulässig sind, steht in unserer Übersicht Was darf in den Bauschuttcontainer?. Fällt bei Ihnen gemischtes Material an, ist der allgemeine Container-Rechner das passendere Werkzeug – dort lassen sich mehrere Abfallarten abbilden.
12 m² Fliesen mit rund 1,5 cm Stärke inklusive Kleber ergeben 12 × 0,015 = 0,18 m³ eingebautes Material. Das ist wenig Volumen, aber als Haufen deutlich mehr – und es wiegt trotzdem spürbar. Hier reicht die kleinste Bauschuttgröße, die Grenze setzt in der Praxis der Transport, nicht der Platz.
25 m² Estrich mit 5 cm Stärke ergeben 25 × 0,05 = 1,25 m³ eingebautes Material. Als Untergrenze gelesen heißt das: kleiner als die darüber liegende Größe wird es nicht, und wegen der Hohlräume im Bruch ist eine Größe mehr die sichere Planung.
Sie rechnen mit 3 m³ losem Bauschutt im Container. 3 × 1,3 = rund 3,9 Tonnen. Diese Zahl ist der eigentliche Grund, vorher mit dem Anbieter zu sprechen: Nicht das Volumen, sondern diese knapp vier Tonnen bestimmen, was tatsächlich geladen werden darf.
Messen Sie die betroffene Fläche in Quadratmetern und die Materialstärke in Zentimetern. Fläche mal Stärke ergibt das Volumen des eingebauten Materials in Kubikmetern. Dieser Wert ist eine Untergrenze: Gebrochener Bauschutt braucht im Container mehr Platz als die Wand oder der Boden, aus dem er stammt.
Gängige Umrechnungstabellen der Entsorgungswirtschaft rechnen mit rund 1,3 Tonnen je Kubikmeter Bauschuttvolumen – und zwar einheitlich für Bauschutt, Betonbruch, Ziegel sowie Fliesen und Keramik. Das ist ein Richtwert. Feuchte, Stückgröße, Hohlräume und Verdichtung verschieben das Ergebnis in beide Richtungen.
Weil dafür ein Auflockerungsfaktor nötig wäre – also eine Zahl dafür, wie stark das Material beim Abbrechen an Volumen gewinnt. Dieser Faktor hängt stark von Material, Stückgröße, Hohlräumen und Verdichtung ab, und wir verwenden bewusst keinen erfundenen Pauschalwert. Sobald Sie das Volumen des losen Schutts eingrenzen können, liefert der zweite Modus die Gewichtsschätzung.
Der Rechner gibt als Größenorientierung die kleinste im Jetztentsorgen-Rechner vorgesehene Bauschuttgröße aus, in die das berechnete Volumen rechnerisch passt. Bei mineralischem Bauschutt ist die Größe aber nur die halbe Antwort: Weil das Material schwer ist, kann die zulässige Beladung erreicht sein, bevor der Container voll ist. Die zulässige Befüllung bestätigt immer der Containerdienst.
Weil die uns vorliegenden amtlichen Umrechnungstabellen für Bauschutt, Betonbruch, Ziegel und Fliesen denselben Wert von 1,3 Tonnen je Kubikmeter nennen. Eine Materialauswahl würde eine Genauigkeit suggerieren, die die Datenlage nicht hergibt. Wer einen abweichenden, vom Anbieter bestätigten Wert hat, kann ihn im Rechner eintragen.
Dann bleibt Material übrig, das separat abgeholt oder in einem zweiten Container entsorgt werden muss. Ein zu kleiner Container kann also zusätzlichen Transport- und Entsorgungsaufwand verursachen. Welche Größe für Ihr Vorhaben geeignet ist und bis zu welcher Beladung befüllt werden darf, bestätigt der Anbieter.
Nein. Dieser Rechner ist auf mineralischen Bauschutt zugeschnitten. Erdaushub ist und Baumischabfall werden anders eingestuft und benötigen eigene Berechnungsgrundlagen. Für andere Abfallarten nutzen Sie den allgemeinen Container-Rechner.
Dieser Rechner verwendet genau eine nicht-geometrische Rechengröße: den Umrechnungsfaktor von 1,3 Tonnen je Kubikmeter. Alles andere ist Multiplikation von Fläche und Stärke. Materialdichten, Auflockerungsfaktoren, Nutzlasten und Preise werden bewusst nicht angesetzt, weil uns dafür keine belastbare Quelle vorliegt.
Stand der Berechnungsgrundlagen: 20.10.2026. Alle Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr.