Schlüssel, Schloss & Schließzylinder entsorgen

Ein Umzug, ein Schlosswechsel, eine aufgeräumte Schublade – und schon liegen alte Schlüssel, ausgebaute Schlösser oder Schließzylinder herum, die niemand mehr braucht. Wohin damit? Alle drei sind Metall und gehören zum Altmetall. Aber es gibt einen wichtigen Sicherheitsaspekt, den viele übersehen. Wir zeigen den richtigen Weg.

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Redaktion jetztentsorgen.de
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Schlüssel, Schlösser und Schließzylinder bestehen überwiegend aus Metall – und Metall ist ein wertvoller Rohstoff, der sich nahezu vollständig recyceln lässt. Deshalb gehören sie streng genommen nicht in den Restmüll, sondern zum Altmetall. Bei aktuell genutzten Schlössern kommt aber ein Sicherheitsaspekt dazu, den man kennen sollte.

Die kurze Antwort

Alte Schlüssel, Schlösser und Schließzylinder gehören ins Altmetall: also in die Wertstofftonne (falls vorhanden) oder auf den Wertstoffhof. Fachlich laufen sie unter dem Abfallschlüssel AVV 20 01 40 – Metalle (Haushaltsabfall). Gehören die Schlüssel noch zu einem genutzten Schloss, sollten Sie sie vorher unbrauchbar machen.

Schlüssel, Schloss und Schließzylinder gehören ins Altmetall (Wertstofftonne oder Wertstoffhof); Sicherheitshinweis zum Unbrauchbarmachen und Autoschlüssel mit Funk zum Elektroschrott
Schlüssel, Schloss und Schließzylinder sind Altmetall – bei genutzten Schlössern vorher unbrauchbar machen.

Schlüssel sind Altmetall

Schlüssel bestehen in der Regel aus Eisenlegierungen, oft mit Anteilen von Messing, Kupfer oder Aluminium. Diese Metalle lassen sich einschmelzen und ohne Qualitätsverlust wiederverwenden. Genau deshalb ist die Wertstoffsammlung der richtige Weg: Was hier landet, wird recycelt statt verbrannt. Wenn Ihre Kommune eine Wertstofftonne hat, dürfen kleine Metallgegenstände wie Schlüssel dort hinein. Andernfalls bringen Sie sie zum Wertstoffhof. Welcher Abfall grundsätzlich in welche Tonne gehört, klärt der Ratgeber Was gehört in welche Tonne?.

Die Entsorgungswege im Überblick

  • Wertstofftonne: Der einfachste Weg für kleine Mengen – sofern Ihre Kommune eine hat.
  • Wertstoffhof / Recyclinghof: Nimmt Altmetall zuverlässig an, auch größere Mengen oder ganze Schlösser.
  • Metall-Sammelbehälter: An manchen Wertstoffinseln oder Bahnhöfen stehen separate Behälter für Metall.
  • Schrottannahme: Bei größeren Mengen Altmetall eine Option.
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Nicht ideal: Der Restmüll. Zwar ist es bei ein paar Schlüsseln nicht verboten, aber das Metall geht so dem Recycling verloren. Wenn eine Wertstoffsammlung erreichbar ist, nutzen Sie diese.

Sicherheit: Schlüssel unbrauchbar machen

Der Punkt, den viele übersehen: Gehört ein Schlüssel zu einem noch genutzten Schloss, kann seine unbedachte Entsorgung ein Sicherheitsrisiko sein – besonders bei Wohnungs- oder Haustürschlüsseln. Zwar ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass jemand den Schlüssel findet und Ihrer Adresse zuordnet, aber sicher ist sicher. Machen Sie solche Schlüssel vor der Entsorgung unbrauchbar:

  • Zacken abfeilen oder mit einer Zange verbiegen.
  • Mit einem Hammer verformen, sodass das Profil nicht mehr passt.
  • In eine alte Blechdose legen und zusammendrücken – so ist die Entsorgung dezent und der Schlüssel nicht mehr zuzuordnen.

Bei Schlüsseln zu Schlössern, die ohnehin nicht mehr verwendet werden, ist das nicht nötig – die können direkt ins Altmetall.

Anhänger und Autoschlüssel

Bevor Schlüssel ins Altmetall wandern, sollten artfremde Teile abgetrennt werden:

  • Plastikanhänger und Schlüsselbänder gehören nicht ins Altmetall – ab damit in den passenden Wertstoff- oder Restmüll.
  • Autoschlüssel mit Funk enthalten Elektronik und eine Batterie. Sie zählen damit zu den Elektroaltgeräten und gehören nicht ins normale Altmetall. Wie Sie solche Geräte richtig loswerden, steht im Ratgeber Elektrogeräte entsorgen.

Schlösser und Schließzylinder

Ausgebaute Türschlösser und Schließzylinder – etwa nach einem Schlosswechsel oder Einbruch – bestehen ebenfalls aus Metall und gehören ins Altmetall, also auf den Wertstoffhof. Auch hier gilt der Sicherheitsgedanke: Gehört der Zylinder zu einer noch genutzten Schließanlage (etwa in einem Mehrfamilienhaus), sollten Sie ihn gemeinsam mit den zugehörigen Schlüsseln entsorgen oder unbrauchbar machen. Bei größeren Mengen – zum Beispiel im Zuge einer Haushaltsauflösung – nimmt der Wertstoffhof alles auf einmal an.

Verschenken statt wegwerfen

Nicht jeder Schlüssel muss zu Schrott werden. Alte, dekorative oder antike Schlüssel sind bei Sammlern beliebt und lassen sich über Flohmärkte oder Online-Plattformen verschenken oder verkaufen. Auch für Bastel- und Upcycling-Projekte sind sie gefragt – als Anhänger, Deko oder für Schlüsselbretter. So bekommt der Schlüssel eine zweite Chance, und Sie vermeiden Abfall. Das gilt natürlich nur für Schlüssel, die zu keinem genutzten Schloss mehr gehören.

Häufige Fragen

Gehören Schlüssel in den Restmüll?

Besser nicht. Schlüssel sind Altmetall und gehören in die Wertstofftonne oder auf den Wertstoffhof, damit das Metall recycelt werden kann. Im Restmüll geht der Rohstoff verloren.

Welcher AVV-Code gilt für Schlüssel?

Als Metall aus dem Haushalt laufen Schlüssel unter AVV 20 01 40 – Metalle (Haushaltsabfall).

Muss ich alte Schlüssel unbrauchbar machen?

Nur wenn sie zu einem noch genutzten Schloss gehören. Dann Zacken abfeilen, verbiegen oder in einer Blechdose zerdrücken. Bei ungenutzten Schlössern ist das nicht nötig.

Wohin mit Autoschlüsseln mit Funk?

Die enthalten Elektronik und eine Batterie und gehören zu den Elektroaltgeräten, nicht ins Altmetall. Siehe Elektrogeräte entsorgen.

Wohin mit ausgebauten Schließzylindern?

Ebenfalls ins Altmetall, also auf den Wertstoffhof. Bei genutzten Schließanlagen zusammen mit den Schlüsseln entsorgen oder unbrauchbar machen.

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